Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Sie kann Kindern und Jugendlichen helfen, belastende Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen besser zu verstehen und neue Möglichkeiten im Umgang damit zu entwickeln.

In meiner Praxis arbeite ich mit diesem Schwerpunkt. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Lebenssituation, die persönlichen Stärken und die Frage, welche Veränderungen im Alltag hilfreich sein können.

Verstehen, was Schwierigkeiten macht

Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten beeinflussen sich gegenseitig. Auch Erfahrungen, die persönliche Entwicklung und das soziale Umfeld spielen eine Rolle.

Zu Beginn einer Verhaltenstherapie wird gemeinsam betrachtet: In welchen Situationen treten die Beschwerden auf? Was verstärkt sie, was hilft bereits? Welche Bedeutung haben Familie, Freundschaften oder Schule?

Psychische Erkrankungen können durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren entstehen. Ziel ist es, diese Zusammenhänge zu verstehen und geeignete Ansatzpunkte für die Behandlung zu finden.

Neue Erfahrungen ermöglichen

Ein wichtiger Gedanke der Verhaltenstherapie ist, dass Menschen durch neue Erfahrungen lernen und Veränderungen erreichen können. Dafür werden gemeinsam konkrete, erreichbare Ziele entwickelt.

Je nach Anliegen können unterschiedliche Methoden hilfreich sein: etwa belastende Gedanken zu überprüfen, den Umgang mit starken Gefühlen zu üben oder in Rollenspielen neue Möglichkeiten für schwierige Gespräche auszuprobieren.

Bei Angststörungen kann es beispielsweise sinnvoll sein, gefürchtete, tatsächlich ungefährliche Situationen schrittweise aufzusuchen. Solche Übungen werden gemeinsam vorbereitet und therapeutisch begleitet. Dabei können neue Erfahrungen entstehen, die helfen, den Alltag wieder weniger von der Angst bestimmen zu lassen.

Welche Methoden eingesetzt werden, richtet sich nach den Beschwerden, dem Entwicklungsstand und den gemeinsam vereinbarten Zielen.

Passend zum Alter und zur Lebenssituation

Kinder und Jugendliche unterscheiden sich darin, wie sie ihre Gefühle ausdrücken und Schwierigkeiten bewältigen. Deshalb wird die Behandlung an ihre jeweiligen Möglichkeiten angepasst.

Bei jüngeren Kindern können spielerische und gestalterische Methoden den Zugang erleichtern. Bei Jugendlichen können Gespräche, praktische Übungen und das Erproben neuer Verhaltensweisen im Alltag im Vordergrund stehen.

Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen können in die Behandlung einbezogen werden. Dabei geht es auch darum, wie sie Veränderungen unterstützen und zu einem hilfreichen Umfeld beitragen können.

Gemeinsam arbeiten und Vertrauen aufbauen

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist eine wichtige Grundlage der Therapie. Kinder und Jugendliche sollen verstehen können, warum bestimmte Fragen gestellt oder Übungen vorgeschlagen werden. Ihre eigenen Wünsche, Fragen und Rückmeldungen gehören dazu.

Im Verlauf wird gemeinsam überprüft, welche Schritte helfen und wo etwas angepasst werden sollte. Auch Schwierigkeiten oder Rückschritte können besprochen werden.

Was ist das Ziel?

Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu gewinnen. Die erarbeiteten Fähigkeiten sollen möglichst auch nach dem Ende der Therapie im Alltag nutzbar bleiben.

Wie lange eine Behandlung dauert, hängt unter anderem von Art und Ausmaß der Beschwerden, den vereinbarten Zielen und dem Verlauf ab. Ob Verhaltenstherapie im Einzelfall geeignet ist, wird zu Beginn gemeinsam geklärt.

Anschrift

Dipl.-Päd. Cornelia Leitzke
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Gänsestraße 1
18311 Ribnitz-Damgarten