Infos für Eltern

Für Eltern

Wenn es dem eigenen Kind nicht gut geht, entstehen oft Fragen: Gehört das noch zur Entwicklung? Braucht mein Kind Unterstützung? Und was können wir als Eltern tun?

Sie müssen diese Fragen nicht allein beantworten. Ein erstes Gespräch kann helfen, die Situation besser zu verstehen und mögliche nächste Schritte zu klären.

Wann kann Unterstützung sinnvoll sein?

Kinder und Jugendliche durchlaufen unterschiedliche Entwicklungsphasen. Nicht jede Angst, jeder Streit oder jede Veränderung im Verhalten bedeutet eine psychische Erkrankung.

Fachlichen Rat einzuholen kann sinnvoll sein, wenn Schwierigkeiten länger anhalten, besonders stark ausgeprägt sind oder den Alltag deutlich beeinträchtigen. Das kann sich beispielsweise zeigen durch:

  • starke Ängste oder das Vermeiden bestimmter Situationen,
  • anhaltende Traurigkeit, Rückzug oder einen Verlust von Freude und Interesse,
  • häufige heftige Wutausbrüche oder belastende Konflikte,
  • deutliche Veränderungen beim Schlafen oder Essen,
  • Schwierigkeiten, die den Schulbesuch, Freundschaften oder das Familienleben erheblich belasten.

Auch wiederkehrende körperliche Beschwerden können mit seelischen Belastungen zusammenhängen. Mögliche körperliche Ursachen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Solche Beobachtungen sind zunächst Anlass, genauer hinzuschauen. Sie allein erlauben noch keine Diagnose.

Was kann Psychotherapie leisten?

Psychotherapie dient dazu, psychische Erkrankungen zu behandeln, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dabei kommen wissenschaftlich anerkannte Verfahren zum Einsatz.

Die Behandlung berücksichtigt das Alter, den Entwicklungsstand und die Lebenssituation des Kindes oder Jugendlichen. Neben Schwierigkeiten werden auch Fähigkeiten, Interessen und hilfreiche Beziehungen einbezogen.

Als approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin arbeite ich mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie.

Was wird beim ersten Gespräch geklärt?

Zu Beginn geht es darum, die Beschwerden und ihre Auswirkungen auf den Alltag zu verstehen. Ihre Beobachtungen sind dabei ebenso wichtig wie die Sicht Ihres Kindes.

Gemeinsam wird eingeschätzt, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist oder ob andere Angebote besser zur aktuellen Situation passen. Bei Erziehungsfragen und familiären Konflikten kann beispielsweise eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle unterstützen.

Ein erstes Gespräch bedeutet deshalb noch nicht automatisch den Beginn einer längeren Therapie.

Welche Rolle haben Eltern in der Behandlung?

Eltern und andere enge Bezugspersonen können wichtige Partner in der Therapie sein. Sie kennen ihr Kind und erleben, was im Alltag gut gelingt und wo Schwierigkeiten entstehen.

Je nach Alter und Anliegen können gemeinsame Gespräche oder gesonderte Termine mit Bezugspersonen dazugehören. Dabei lässt sich besprechen, wie Sie Ihr Kind unterstützen und Veränderungen im Alltag begleiten können.

Zugleich brauchen Kinder und Jugendliche Raum für ihre eigene Sichtweise. Besonders im Jugendalter gewinnt Selbstständigkeit an Bedeutung. Wie Eltern einbezogen werden und welche Informationen weitergegeben werden dürfen, wird unter Berücksichtigung der Schweigepflicht geklärt.

Wie kann ich mein Kind unterstützen?

Nehmen Sie die Gefühle und Sorgen Ihres Kindes ernst und bieten Sie an, zuzuhören. Es muss nicht sofort alles erklären können. Beschreiben Sie möglichst konkret, was Ihnen aufgefallen ist, und fragen Sie, wie Ihr Kind die Situation erlebt.

Erklären Sie einen möglichen Termin ruhig und altersgerecht: Es geht darum, Unterstützung zu bekommen und gemeinsam herauszufinden, was helfen könnte. Auch Unsicherheit oder Vorbehalte gegenüber einer Therapie dürfen angesprochen werden.

Kontakt aufnehmen

Wenn Sie ein erstes Gespräch in meiner Praxis vereinbaren möchten, nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit mir auf.

Anschrift

Dipl.-Päd. Cornelia Leitzke
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Gänsestraße 1
18311 Ribnitz-Damgarten